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Denkmal des Monats

Haben Sie ein Denkmal - technisches Denkmal oder Naturdenkmal - gesehen, dass sehenswert für andere ist ? Kennen Sie eine besondere Geschichte zu diesem Denkmal? Oder gefällt Ihnen die besondere Gestaltung? Gern greifen wir auch Ihre Ideen und Vorschläge auf.

Das Lossen-Denkmal bei Hasserode (DdM 2012-01)

  • Das Lossen-Denkmal bei Hasserode im Harz
    Das Lossen-Denkmal bei Hasserode im Harz

Von Wernigerode führt eine Straße durch das Drängetal nach Drei-Annen-Hohne und Schierke. Kurz nachdem wir den Wernigeröder Ortsteil Hasserode verlassen haben, erreichen wir auf der rechten Seite das Lossen-Denkmal. Dort biegen wir nach rechts ab und fahren bis zum Wanderparkplatz. Dieser liegt ebenso wie das Denkmal unmittelbar am Naturkundlich- Geologischen Lehrpfad Hasserode. Ehe wir dem Lehrpfad das Thumkuhlental hinauf folgen, gehen wir das kurze Stück zurück zur Straße und schauen uns das Denkmal etwas genauer an. Es wurde im Jahr 1896 zu Ehren des Geologen Karl August Lossen(1841-1893) errichtet. Lossen hatte sich als Königlicher Landesgeologe der Preußischen Geologischen Landesanstalt Berlin und Professor an der Königlichen Bergakademie Berlin um die Erforschung der Geologie des Harzes besonders verdient gemacht. Er schuf als sein wichtigstes Werk die geologische Übersichtskarte des Harzes im Maßstab 1:100 000; sie wurde 1877 erstmals gedruckt. Obwohl er in Berlin tätig war, kehrte er immer wieder in den Harz zurück, um die dortigen geologischen Schichten exakt zu kartieren und mehrere grundlegende Publikationen vorzulegen. 27 Jahre lang befasste er sich mit dem geologischen Aufbau des Harzes. Das Material des Granitobelisken,aus welchen das Denkmal besteht, stammt von den westlich von Drei-Annen-Hohne gelegenen Leistenklippen. Die den Sockel umlagernden Säulen zeigen verschiedene Gesteine aus dem gesamten Harz. Unsere kurze Wanderung ins Thumkuhlental beginnen wir am Wanderparkplatz auf dem Fußweg, der an dem „Braunes Wasser" genannten Bach bergan führt. Die an Pflanzenwurzeln entstandenen Huminsäuren lösen aus den mineralischen Bodenbestandteilen das Eisen und so färbt sich das Wasser braun. Schon bald erreichen wir einen interessanten Aufschluss und nur ein kurzes Stück weiter ein Stollenmundloch. Es liegt etwas versteckt hinter einer Halde, auf der eine alte Fichte mit imposanten Luftwurzeln wächst. In der ersten Hälfte des 17. Jh. wurden hier gezielt Kobalterze, das „Hasseröder Blau", zur Herstellung blauer Farbe abgebaut. Ende des 18. Jh. vernichtete eine Hochwasserkatastrophe die gesamte Anlage, darunter auch eine Wasserkunst. Weiter talaufwärts wurde eine funktionsfähige Wasserkunst als Demonstrationsanlage nachgebaut. Die letzte Episode des Bergbaus im Thumkuhlental fiel in die Zeit des „Kalten Krieges" im 20. Jh. Es erfolgte ein Versuchsbergbau auf Uran. Spurenhafte Uranmineralisationen waren im heutigen Sachsen-Anhalt seit Ende des 19. Jh. bekannt. Untersucht wurden insbesondere die teilweise mächtigen Karbonspatgänge der Wismut-Kobalt-Nickel-Formation hier im Thumkuhlental. Im Ergebnis der Erkundung konnte in der ehemaligen Kobalterz-Grube „Aufgeklärtes Glück" eine Uranvererzung nachgewiesen werden. Wie alle anderen Harzer Uran-Kleinstvorkommen erwies sich aber auch das Hasseröder Gangrevier als nicht abbauwürdig.Daher blieb der Harz von negativen Auswirkungen des Uranbergbaus verschont.
Das Lossendenkmal ist eine der zahlreichen Stationen auf dem Naturkundlich-Geologischen Lehrpfad, welcher durch das einstige Hasseröder Revier führt. Von hier aus bieten sich noch weitere gute Wandermöglichkeiten ins Gebiet zwischen Wernigerode und dem Brocken.


Quellenangabe
Foto: Hejkal gem. Bedingungen www.wikipedia.de
Text: Flyer "Geopark,Landmarke 4/Brocken", Herausgeber : Regionalverband Harz e.V.