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Denkmal des Monats

Haben Sie ein Denkmal - technisches Denkmal oder Naturdenkmal - gesehen, dass sehenswert für andere ist ? Kennen Sie eine besondere Geschichte zu diesem Denkmal? Oder gefällt Ihnen die besondere Gestaltung? Gern greifen wir auch Ihre Ideen und Vorschläge auf.

Kurpark Bad Lauchstädt und Goethetheater(DdM 2012-05)

  • Goethetheater in Bad Lauchstädt
    Goethetheater in Bad Lauchstädt

Die Geschichte Bad Lauchstädts reicht bis ins 9.Jh. zurück. Ihre Bedeutung und Entwicklung verdankt die Stadt aber der Entdeckung einer Heilquelle um 1700, die bis heute immer noch erhältlich ist und von ihrer heilkräftigen Wirkung nichts verloren hat. Die durch Zufall entdeckte Mineralquelle führte zur raschen Entwicklung als Modebad, das vorranging vom Adel und dem aufstrebenden Bürgertum der umliegenden Städte besucht wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. fiel der Besitz an Kursachsen. Das war ein Glücksfall, denn nun wurde Lauchstädt der bevorzugte Badeort des Dresdner Hofes und nahm als exklusives Modebad einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung. Die einfachen Anlagen genügten dem kurfürstlichen Hof in Dresden, der ab 1775 das Bad als Sommerresidenz nutzte, nicht mehr und so wurde der Merseburger Stiftsbaumeister Johann Wilhelm Chryselius 1776 mit der Neugestaltung der Kuranlagen betraut. Er schuf eine reizvolle spätbarocke Kuranlage, deren Mittelpunkt die von einer steinernen Ballustrade gefasste Quelle bildet. Hinter dem Brunnen entstand der Kursaal (1780), östlich davon die Kolonnaden (1787). Das Schloss und den großen, an die Promenade grenzenden Parkteich bezog Chryselius in die Gestaltung mit ein. Die Hauptachse der Anlage verlief vom Schlosstor über den Brunnen zum Kurhaus.
Mit dem Besuch Goethes begann die literarische Bedeutung des Badeortes. 1802 wohnte er über vier Wochen in Lauchstädt und besorgte die Einweihung des Theaters. Mehrfach kam er in den folgenden Jahren wieder, und besonders seine Frau Christiane war eine gern gesehene Besucherin. Bedeutende Künstler und Gelehrte der Zeit gaben sich ein Stelldichein. Schon 1789 hatte sich hier Schiller mit Charlotte von Lengefeld verlobt. Der Badeort verblasste, aber mit dem Bau des "Goethe-Theaters" 1802 erhielt Bad Lauchstädt einen erneuten Aufschwung. Noch heute wird die damals eingebaute Bühnentechnik im Original genutzt. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) fiel Bad Lauchstädt an Preußen. Kurpark und Theater verloren ihre einstige Bedeutung und 1941 wurde der Kurbetrieb ganz eingestellt. Nach einem Hochwasser in den 1960er Jahren wurden die Kuranlagen rekonstruiert und auch neu gestaltet. Alle Gebäude sind original erhalten und in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege restauriert. Nach zweieinhalbjähriger Arbeit konnten 1968 die Historischen Kuranlagen und das Goethe-Theater wieder für die Besucher geöffnet werden. Am 10. November 2010, dem 251. Geburtstag Friedrich von Schillers, wurde in Bad Lauchstädt das Neue Schillerhaus eingeweiht und somit dem Ensemble aus Historischen Kuranalgen und Gothe-Theater ein weiterer Glanzpunkt hinzugefügt.


Quellenangabe

Foto : Urheber Dundak übernommen aus www.wikipedia.de gem den Bedingungen für GNU -Lizenz für freie Dokumentation