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Frühlingswanderung in der Colbitz-Letzlinger Heide (TdM 2012-03)

  • Lindenwald_Colbitz_03.JPG

Im Norden des ehemaligen Ohrekreises bietet die Colbitz- Letzlinger Heide als das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands den Besuchern eine Ur-Natur. Sie liegt mit einer Fläche von rund 850 km² zwischen den Städten Gardelegen, Haldensleben, Wolmirstedt und Tangermünde. In der Nähe der Gemeinde Colbitz, befindet sich der größte geschlossene Lindenwaldbestand Europas, der ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wanderfreunde ist. Wegen seiner Einmaligkeit in Deutschland ist bereits sehr frühzeitig versucht worden, den Colbitzer Lindenwald unter Schutz zu stellen. Im Jahre 1907 verfügte die Regierung in Magdeburg eine urwaldartige Behandlung für 40 ha des Lindenwaldes. 1920 wurde das Schutzgebiet auf 124 ha vergrößert und im Jahr 1939 durch den Regierungspräsidenten in Magdeburg auf 185 ha erweitert, wovon 28 ha total geschützt und urwaldnah für Forschungszwecke erhalten wurden. 1958 erfogte eine Grenzkorrektur, dadurch hatte das Naturschutzgebiet Colbitzer Lindenwald eine Gesamtgröße von 188 ha. Im Juni 1992 erließ der Regierungspräsident eine Verordnung über die Erweiterung des Naturschutzgebietets Colbitzer Lindenwald. Danach ist zusätzlich eine Fläche von 147 ha einstweilig gesichert. Der Schutzzweck ist die Sicherung und Erweiterung eines für Sachsen-Anhalt sehr bedeutenden komplexen Waldgebietes. Es hndelt sich um eine natürliche Laubmischwaldgesellschaft aus Winterlinden, Traubeneichen, Hainbuche und Birke, wie sie nach der Eiszeit entstanden ist.Die Linde reproduziert sich im Wesentlichen durch Stockausschläge. Die ältesten Linden sind 180-200 Jahre alt. Das Alter der Eichen beträgt 400-600 Jahre. Neben den herrlichen Mischwäldern und ausgedehnten Kiefernforsten beitet die Heide einen Lebensraum für zahlreiche, vor dem Aussterben bedrohte, wildlebende Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. Hahnenfuss, Glockenlinde,Besenlinde,Schwarzstorch,Wiedehopf, Birkwild, Baumfalke, Gold-und Hirschkäfer, Glattnatter und Kreuzotter. Ablagerungen dreier Eiszeiten stauen das gebildete Grundwasser wie eine Talsperre. So entstand unter der Colbitz-Letzlinger Heide ein riesiges Becken, welches ca.3,5Mrd. Kubikmeter Trinkwasser beinhaltet.Das entspricht etwa dem 30-fachen Fassungsvermögen der Rappbodetalsperre im Harz.


Wir beginnen unsere Wanderung in Colbitz. Colbitz erreichen Sie entweder mit dem Auto oder mit dem Bus aus Richtung Wolmirstedt. Vom kleinen Marktplatz aus, wo sich auch die Touristinformation befindet, wandern wir zum größten geschlossenen Lindenwald.Dieser Rundwanderweg ist sehr gut ausgeschildert. An übersichtlichen Stellen befinden sich Informationstafeln und geben Aufschluss über die Geschichte, die Pflanzen und Tiere, die hier leben. Zuerst kommen wir am Wasserwerk Colbitz vorbei. Das Wasserwerk beliefert Magdeburg und Umgebung mit Trinkwasser. Dann setzen wir unseren Weg in Richtung Waldgasthof "Rabensol" fort, der auch zu einer Rast einlädt. Nicht weit von der Waldgaststätte befindet sich der Naturlehrpfad durch den Lindenwald. Entsprechend dem Lesitungsvermögen können wir uns für zwei Varianten entscheiden, eine kleine 1,5 km lange oder eine 4 km lange Tour. Nach Absolvierung des Rundkurses wandern wir zurück nach Colbitz und können von hier aus die Rückreise antreten.

Externe Links:

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde -Heide e.V.